Samstag, 17. März 2012

Wie Banker ihr Karriere verspielen

Von Simon Schmid. Aktualisiert am 16.03.2012
Goldman-Sachs-Banker Greg Smith machte Missstände öffentlich – damit verstiess er gegen ein Tabu. Welche Folgen dies hat, weiss eine hiesige Bankangestellte. Gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet gibt sie Auskunft.
 «Ein prinzipienhafter und keine Konkurrenz scheuender Student»: Investmentbanker Greg Smith (untere Reihe, ganz links) während seiner Studienzeit in Johannesburg ...
Bild: Reuters
 
 Es war die Finanzstory des Tages: Investmentbanker Greg Smith, Herr über Anlagevermögen in Milliardenhöhe und Chef Dutzender Mitarbeiter bei Goldman Sachs, reichte bei der Bank gestern sein Kündigungsschreiben ein. Doch nicht nur dies. Smith inszenierte seinen Abgang mit Getöse und schwärzte die Wallstreet-Bank in der «New York Times» aufs Übelste an. Kunden würden bei Goldman Sachs intern als «Deppen» oder «Vollidioten» bezeichnet und systematisch abgezockt, schreibt Smith. In der Firmenkultur sei jegliche Integrität verloren gegangen – einzig die Kohle zähle.
Auch in der Schweizer Finanzwelt hat Smiths Artikel eingeschlagen – wobei nicht so sehr der Inhalt, sondern vielmehr die Umstände der Enthüllung zu reden geben. Man weiss, dass Goldman Sachs als eines der raffgierigsten Finanzhäuser an der Wallstreet gilt. Aber dass ein Topbanker mit derart schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gelangt, ist eine eigentliche Sensation. «Wer Interna aus einer Bank nach aussen trägt, bricht ein Tabu», sagt Peter-René Wyder, Präsident des Schweizerischen Bankenpersonalverbands. Beruflich gelten solche Leute als erledigt, denn Banken scheuen die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser.
 
Die Hoffnungslosigkeit nach der Wut
Dabei muss einer kein Wallstreet-Hai sein, um sich mit einem Medienauftritt die Zukunft zu verbauen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat mit einer Frau gesprochen, die es wissen muss. Als die UBS 2009 ihren Stellenabbau vollzog, landete sie auf der Strasse – dreissig Jahre, nachdem sie bei der Grossbank angestellt worden war. Enttäuscht und wütend aufs Management sprach sie damals zu «10vor10». Es sollte ein Fernsehauftritt werden, der ihre Stellensuche massiv erschwerte. «Kein Personalverantwortlicher will es zugeben», sagt die Frau: «Doch wer einmal in den Medien auftritt, ist für Banken lebenslänglich gebrandmarkt.»
Die Arbeitnehmenden in der Finanzbranche ducken sich, haben Angst. Dies sagt Denise Chervet, Zentralsekretärin beim Bankenpersonalverband: «Nicht einmal anonym wollen sie mit uns zusammenarbeiten». Dabei scheint sich die Stimmung besonders in den Grossbanken seit der Jahrtausendwende massiv verschlechtert zu haben. «Der Druck ist gestiegen, Kunden zu akquirieren und Rendite zu erzielen», bezeugt Verbandspräsident Wyder. Die Interessenskonflikte seien gross; vielfach werde das Interesse der Kunden missachtet – indem ihnen vor allem diejenigen Produkte verkauft würden, an denen auch die Bank kräftig verdienen würden.
Vom Banker zum IT-Berater

Wer öffentlich auf solche Missstände hinweist, handelt sich vor allem Probleme ein. Der Verdacht auf Illoyalität ist gleichbedeutend mit dem Todesurteil, berichtet ein Zürcher Personalvermittler. Wer in Leserbriefen, gegenüber Nachrichtenportalen oder in Blogs aus der Finanzszene kritische Äusserungen macht, geht grosse Risiken ein. Auch Anonymität scheint wenig zu helfen: Man kennt sich in der Szene, vielfach ist schnell klar, wer hinter einer Aussage steckt.
Auch wer mit seinem bisherigen Arbeitgeber in einen Rechtsstreit verwickelt ist – beispielsweise wenn es um die Aufteilung von Kommissionszahlungen geht –, ist für die Finanzbranche ein rotes Tuch. Der Headhunter, der bei der aktuellen Marktsituation selbst alle Hände voll zu tun hat, berichtet von ausgezeichnet qualifizierten Klienten, denen als einzige Lösung der Branchenwechsel übrigblieb: Das Arbeitszeugnis war nicht makellos, die Trennung «im gegenseitigen Einverständnis» erweckte das Misstrauen möglicher Arbeitgeber.

Aus Angst, die Tätigkeit im US-Vermögensverwaltungsgeschäft könnte später zum beruflichen Stigma werden, würden Banker aktuell sogar vorsorglich die Stelle wechseln. Auch Finanzinstitute treffen jedoch ihre Vorkehrungen: Um sicherzustellen, dass Banker ihr Wissen über Geschäftsgeheimnisse und Gepflogenheiten mit ins Grab nehmen, schliessen sie Verträge mit ihren Angestellten ab. Darin sind Konventionalstrafen festgelegt, für den Fall, dass Banker plötzlich Drang nach öffentlicher Aufmerksamkeit verspüren.
Der Mut zur Heuchelei
Dass einer wie Greg Smith seine Meinung in der meistgelesenen Zeitung der Welt kundtut, verdient vor diesem Hintergrund Beachtung. «Hut ab», sagt die ehemalige UBS-Angestellte, die heute noch immer auf Jobsuche ist. Kaum einer ihrer Leidensgenossen hätte sich im Zuge der Entlassungswelle getraut, gemeinsam gegen die Bank aufzustehen. Dass nur ein Topverdiener sich eine derartige Medienaktion überhaupt leisten könne, ist für die Frau ebenfalls klar: «Unsereins hat in Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber nicht einmal Geld für den Anwalt.»

Es ist aussergewöhnlich, dass man seinen Arbeitgeber in der Öffentlichkeit kritisiert. Geschieht das mit einem Waffenhersteller, der Landminen nach Afrika verkauft, wird dem Kritiker applaudiert. Heute müssen wir akzeptieren, dass junge Menschen ihr Gewissen entlasten wollen, weil sie erkennen dass ihre Arbeit unethisch ist. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen für unsere unmoralische Welt.
Quelle tagesanzeiger.ch

Dienstag, 13. März 2012

Allrounderjobs - die Jobseite im Internet mit der würzigen online Note

Folgenden Beitrag haben wir von einer begeisterstenden Werbeagentur  erhalten - übersetzt von französisch in deutsch. Natürlich nicht perfekt. Lesen Sie mal ....
Eine äusserst sympathische Übersetzung - oder? Foto allrounderjob.de

 

Allrounder Jobs – die Jobseite im Internet mit der würzigen online Note

Ein perfektes Gericht soll ein Allrounder sein: geschmackvoll und gut gewürzt, mit vielen darin enthaltenen Komponenten, die man aber auch noch herausschmecken darf und nicht zuletzt entscheidet auch noch das Auge, das bekanntlich mitisst darüber, ob es optisch ansprechend angerichtet ist und Appetit macht und Genuss verspricht.
Ein solches Allrounder Gericht setzt die Webseite Allrounderjob ins Internet und damit allen Jobsuchenden vor. Gewürzt mit Tipps und Tricks rund um den Lebenslauf und die Bewerbung, geschmackvoll abgerundet mit Informationen rund um Bildung, Bauhandwerk, Dresscode, Existenzgründung, Sport, Stellenmarkt, Stellensuche und vieles mehr und nicht zuletzt übersichtlich und ansprechend präsentiert, lädt Allrounderjob alle Job-Allrounder zum Genuss ein. Dass sich in den Seiten vom Allrounder keine gewöhnliche Jobbörse verbirgt, sondern hier der gesamte Facettenreichtum des Berufslebens veranschaulicht werden soll, weckt im Leser gleich die Lust auf mehr Allrounder Genuss. Keine trockene Lektüre, keine langweiligen Wissensartikel geben dem Allrounder den Pep – statt dessen gibt es Abwechslung im Allrounder Blog, der Nachrichten und Wissenswertes auf den Punkt bringt.
Dazu eröffnen Firmenportraits einen Einblick in ihre Philosophie und hinter die Türen der Geschäfts- und Fabrikationshallen und bieten dabei nicht zuletzt auch ihre freien Stellen an. Allrounderjob definiert sich dabei jedoch nicht als Jobbörse, sondern versteht sich als Schnittstelle aller Unternehmen und Stellenanbieter und als Quelle ganz offensichtlicher oder geschickt hinter Bannern, Links und Bildern versteckter Jobangebote, die man entdecken und erkunden kann – genauso wie man die dezente Präsenz aromatischer Gewürze aus der Gesamtkomposition aller Ingredienzien in einem Gericht herausschmecken kann.
Damit ist der Allrounder vergleichbar mit einer kulinarischen Gourmetreise, auf der man immer mehr zum Feinschmecker wird. Wer darum nicht nur Informationen erwartet, die man bei der Jobsuche auf vielen Seiten im Internet findet, sondern sich auf das spannende Abenteuer Jobsuche einlassen möchte, jedoch ohne unerwünschte Risiken und Nebenwirkungen, der wird beim Allrounder beraten, aber auch unterhalten. Doch auch als Entertainer der Internetjobanbieter behält der Allrounder die erfolgreiche Vorbereitung auf die Jobsuche, verbunden mit allen essentiellen und interessanten Informationen rund um die Jobsuche im Fokus seines Wirkens und beweist, dass das Internet als Quelle des Wissens mehr sein kann, als langweilige Kost.
Bild: berlin-pics  / pixelio.de
Quelle cic-workshop.de

Montag, 12. März 2012

Bewerbung: Was soll ich bloss anziehen? Anzug, Jeans, das kleine Schwarze oder gleich nackig?

Für Arbeitslose schwierig ...

Die passende Kleidung für das Vorstellungsgespräch

„Was soll ich bloß anziehen?“. Diese Frage stellen sich viele Bewerber vor einem Bewerbungsgespräch. Das altbekannte Sprichwort „Kleider machen Leute“ trifft auch in diesem Fall zu: das äußere Erscheinungsbild trägt viel zum Erfolg bzw. Misserfolg eines Vorstellungsgesprächs bei. In einem Bewerbungsgespräch macht sich der Personaler nicht nur ein Bild vom Bewerber und dessen Persönlichkeit, ihn interessiert auch, ob der Interessent in der Lage ist, das Unternehmen bzw. die Institution angemessen zu repräsentieren.
Für die verschiedenen Berufsgruppen gelten auch verschiedene Dresscodes. Bewerber sollten immer berücksichtigen, was am besten zur Branche und zur angestrebten Position passt. Mittlerweile findet der Bewerber auch Anhaltspunkte im Internet zum Thema „Dresscode“: er kann sich auf Fotos und Videos der Homepage des Unternehmens bzw. der Institution ein Bild verschaffen, aber auch ein Blick auf die Präsentation in sozialen Netzwerken könnte sich in dem Fall lohnen.

Für das passende Outfit gibt es zwar kein Patentrezept, aber grundsätzlich sollten Sie auf Folgendes achten:

Dresscode für Frauen:
Das geht eventuell beim Film oder RTL sucht den Superstar ...
  • Mit einem Kostüm oder einem Hosenanzug in klassischen Farben (grau, dunkelblau, schwarz, anthrazit, beige oder braun) sind Sie in der Regel gut angezogen. Der Rock sollte immer die „italienische Länge“ haben, d.h. über das Knie reichen.
  • Stilexperten empfehlen, auch im Sommer Nylonstrumpfhosen oder -strümpfe zu tragen. Für den Fall der Fälle sollten Sie Ersatz bereithalten!
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  • Vermeiden Sie durchsichtige, extrem eng anliegende oder zu tief ausgeschnittene Oberteile!
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  • Tragen Sie gut geputzte und zum Outfit passende Schuhe mit niedrigen bis mittleren Absätzen! Eine gute Investition sind Schuhe, die sowohl zu Röcken als auch zu Hosen getragen werden können.
  • Tragen Sie individuelle Accessoires (z.B. ein edles Tuch) und dezenten Schmuck, die Ihre Persönlichkeit unterstreichen!
  • Achten Sie auf ein dezentes Make-up, verwenden Sie neutralen Nagellack und wählen Sie ein unaufdringliches Parfum aus!
  • Nehmen Sie eine Tasche oder Mappe für Ihre Bewerbungsunterlagen und das Informationsmaterial mit!


Dresscode für Männer:
  • Mit einem klassischen Anzug (dunkelblau, schwarz, grau oder Nadelstreifen) liegen Sie meist richtig.
  • Tragen Sie ein weißes oder helles, gut gebügeltes Hemd, das einen Kontrast zum Anzug herstellt!
  • Wählen Sie eine Krawatte aus Seide oder Polyester, die mit Ihrem übrigen Outfit harmoniert! Zurückhaltende und einfache Muster sollten dabei bevorzugt werden.
  • Wählen Sie zur Anzugfarbe passende Socken!
  • Tragen Sie saubere und polierte Schuhe! Ideal sind dunkle Schnürschuhe.
  • In den meisten Fällen wird ein kurzer, gepflegter Haarschnitt als positiv empfunden.
  • In einer Aktentasche können Sie Ihre wichtigsten Dokumente aufbewahren. Wählen Sie für das Bewerbungsgespräch eine qualitativ hochwertige Tasche in schlichtem Design!

Grundsätzlich gilt: die Kleidung sollte zur eigenen Person und zum Unternehmen bzw. zur Institution passen. Fühlt sich der Bewerber in seiner Kleidung wohl, so strahlt er auch die nötige Authentizität und Selbstsicherheit aus, um den Personaler von sich und seinen Qualitäten zu überzeugen.

Quelle wiweiter.de

Samstag, 10. März 2012

Jobsuche: Personalchefs bevorzugen Online-Bewerbung

dapd , karriere.de
Digitale Bewerbungen haben den klassischen Mappen den Rang abgelaufen. Personalchefs bevorzugen inzwischen die Online-Bewerbung – doch in einigen Branchen ist Papier weiter Trumpf.

 Trend gegen schriftliche Mappe

Die elektronische Bewerbungsmappe wird immer wichtiger. Erstmals favorisiert eine Mehrheit von Personalchefs Online-Bewerbung vor den traditionellen Bewerbungen auf Papier. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom bei 1500 Personalverantwortlichen verschiedener Branchen.

41 Prozent der Unternehmen in Deutschland verlangen demnach Bewerbungen per Internet, 40 Prozent wünschen sich eine schriftliche Mappe. 17 Prozent der befragten Personalchefs hatten keine Präferenz. Im Vorjahr war das Verhältnis noch umgekehrt, wie der Bitkom erklärte.

Eine Mehrheit von 43 Prozent bevorzugte damals noch die Papierbewerbung, 39 Prozent die Online-Bewerbung. Der Trend scheint zwar klar in Richtung Internet zu gehen, da aber viele Unternehmen immer noch traditionelle Bewerbungen wünschen, sollten Bewerber zweigleisig fahren, rät der Bitkom. 

 Digitale Bewerbung bei großen Unternehmen

Für die Umfrage befragte den Angaben zufolge das Marktforschungsinstitut Aris im Auftrag des Bitkom Personalverantwortliche und Geschäftsführer von 1500 Unternehmen in verschiedenen Branchen.

Gerade bei größeren Unternehmen laufen die Bewerbungsprozesse inzwischen in der Regel digital. Unter den befragten Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro verlangen 65 Prozent eine elektronische Bewerbung. 


Mittelständler bevorzugen Papier

Bei mittelständischen und kleinen Unternehmen bis eine Millionen Euro Umsatz, die den Großteil der Firmen ausmachen, sind es dagegen erst 36 Prozent.

Doch auch bei den Branchen gibt es deutliche Unterschiede: Eine starke Präferenz für Online-Bewerbungen haben naturgemäß die ITK-Unternehmen mit einem Anteil von 51 Prozent der befragten Firmen und das verarbeitende Gewerbe mit 48 Prozent. Eher zurückhaltend sind Dienstleister mit 31 Prozent und die Bauwirtschaft mit 35 Prozent.

Bewerbungen per Internet erfolgen auf zwei Wegen: 28 Prozent der Unternehmen verlangen Unterlagen per E-Mail. Weitere 13 Prozent setzen auf ihren Webseiten Online-Formulare ein, die von den Job-Kandidaten ausgefüllt werden müssen.

Dieser Artikel ist erschienen am 27.01.2012
 
  • Ratgeber

    Online-Bewerbung: Klick und weg

    Bewerbung via Internet
    Online-Bewerbungen werden immer beliebter. Besonders bei großen Firmen kommt man um diese Art der Kontaktaufnahme nicht mehr herum. Was Sie beim Umgang mit elektronischen Bewerbungsmappen und Formularen im Internet beachten sollten.
  • Bewerbung

    Wie gelingt das Anschreiben?

    Bewerbungsmappe mit Unterlagen
    Jede Bewerbung braucht ein prägnantes Anschreiben. Das Verfassen eines guten Bewerbungstextes ist jedoch gar nicht so einfach. Personalchefs verraten, was gut klingt, worauf es ankommt und was man besser sein lässt.

    Bewerbungsmappe

    Du sollst nicht lügen

    Curriculum Vitae
    In seiner Bewerbung sollte man sich gut darstellen. Wer aber Angaben über Noten, Abschlüsse oder Berufserfahrung vortäuscht, begibt sich auf dünnes Eis. Viele Unternehmen lassen ihre Bewerber von Privatdetektiven überprüfen. Und ein aufgeflogener Schwindel kann ernste Konsequenzen haben.

Dienstag, 6. März 2012

Nur noch von Politik-Banditen umgeben? Oder keine Angst, wir sind die Guten?

Agenda 2011 - 2012 bringt sich als außerparlamentarische Opposition in die Politik und Öffentlichkeit ein. Unser Anti-Schuldenprogramm in Höhe von 150 Milliarden Euro pro Jahr bietet Lösungsansätze, die zu schuldenfreien Haushalten und einer langfristigen Reduzierung der Staatsschulden führen. Wir analysieren aktuelle Tagesnachrichten und geben in die Zukunft weisende Antworten.
Als Produktmanager ist man zu Risikominimierung, Gewinnmaximierung, Marketing-Strategien und Rationalisierungseffekten verpflichtet. Unternehmerisches Denken, Mut eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen sind das Markenzeichen des Unternehmers. Man ist in gleichem Maße Visionär und Unternehmer. Kommt dann noch das Hobby Politik dazu, kann der Autor und freier Journalist nicht widerstehen seine Erfahrungen in die Politik einzubringen, eine logische Folge ist das Projekt Agenda 2011 - 2012. Die Vorstellung unserer Arbeit in der Öffentlichkeit erfolgte am 20. Mai 2010 auf der Homepage www.agenda2011-2012.de, etwas später erschien unser Gründungsprotokoll als Sachbuch.

Rund 3 Millionen Unternehmen sind in 2.136 Lobbys streng organisiert und drücken mit ihrer Macht auf die Politik. Die Beschäftigten stehen dem machtlos gegenüber und sind auf die Hilfe von Gewerkschaften und den gewählten Politikern abhängig. Wir engagieren uns in erheblichem Umfang in der Gesellschaft. Ein Ausdruck dieses Engagements sind die vielfältigen Aktivitäten in Information, Aufklärung und Gestaltung des politischen Lebens. Wir tragen mit unserer Arbeit in besonderem Maße zur Sanierung des Staatshaushaltes und der Rückführung der Staatsschulden bei. Wir bemühen uns um soziale Gerechtigkeit.

Wir sind politisch unabhängig, neutral in unseren Vorträgen und bekennen uns zum Grundgesetz und den politischen Parteien. Fakten werden in verständlicher Weise dargestellt und deren Zusammenhänge erklärt. Unser Zahlenmaterial stammt vom Statistischen Bundesamt, den entsprechenden Ministerien und aus direkter Ansprache der Bezugspersonen. Wir bringen als außerparlamentarische Opposition unsere Ideen zu den Bürgern und in die Politik.
Es gehört zu einer offenen Gesellschaft darauf hinzuweisen, dass das deutsche Steuersystem in den vergangenen Jahren ungerechter geworden ist. Während insbesondere Vermögende und Unternehmen entlastet wurden, müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer mehr zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen.

Für uns ist Kritik kein Selbstzweck. Sie gehört dazu auf Defizite des Staates hinzuweisen. Sie besteht darin, dass in den letzten Jahrzehnten Einnahme-Verluste in Billiardenhöhe hingenommen wurden und nicht kompensiert werden:

1989 betrug der Spitzensteuersatz 56 Prozent, heute 42 %
1991 wurde die Börsensteuer (Transaktionssteuer) abgeschafft
1993 die Kapitalertragssteuer von 35 auf 25 % gesenkt
1997 ersatzlose Streichung der Vermögenssteuer
2003 Bundeshaushalt 276 Mrd. Euro und danach?
2005 Ausstieg aus der paritätische Krankenkassenfinanzierung
2010 fehlen 125.000 Sachbearbeiter bei den Finanzbehörden
2011 betragen die Subventionen 165 Milliarden Euro

1991 hat die Europäische Union der Überschuldung der Mitgliedsstaaten vorbeugen wollen und den Referenzwert auf 60 % begrenzt. 21 Jahre später wurde das Abkommen als Fiskalpakt von 25 Staaten ratifiziert. Seit 2008 versuchen unzählige Konferenzen der Weltbank, Vereinten Nationen, IWF, EZB, Troyka, G8-Staaten, G20-Staaten und Davos die Märkte zu beruhigen.
Rettungsschirme, Eurobonds, SoFFin, BaFin, ESFS, ESM, Target2-System, Hebelungen und Transaktionssteuern wurden favorisiert und wieder verworfen. Letztlich steht ein Rettungsschirm von 750 Milliarden zur Verfügung. Reiche Griechen haben mehrere hundert Milliarden Euro steuerfrei ins Ausland gebracht, was die ohnehin schon leeren Kassen der Banken weiter belastet. Auch das dürfte eine Rolle gespielt haben, dass die Ratingagentur Moody`s Griechenland auf Bankrottniveau herabstuft.

Es ist unfassbar was Sozialisten in den letzten 40 Jahren in Griechenland bewirkt haben - 300 Milliarden Euro Schulden. Ein Staat der zusammenbricht, weil Korruption, Klientelpolitik. Schatten- und Vetternwirtschaft an der Tagesordnung sind. 2007 lagen die effektiven Steuern aus Gewinnen und Vermögen bei 15,9 %, in Deutschland bei 24,4 und den Verreinigten Königreichen bei 43,7 % - Merkmale von kapitalistischen Strukturen. Die Missstände werden nach und nach durch Medien an die Öffentlichkeit getragen, so dass aus Befürwortern einer Rettung Griechenlands immer mehr Kritiker werden.

Politiker, Volkswirte sowie Wissenschaftler haben über Jahre nach Sparmaßnahmen und Sparprogrammen gerufen. Sie fordern konsequent Haushalts-Konsolidierungen mit dem Ergebnis, dass die den Griechen verordneten Sparmaßnahmen zwar durchgeführt werden, aber sich Stimmen mehren, dass sie nicht haltbar sind. Die EU hat versäumt, bei all ihren Maßnahmen und Aktionen parallel einen Marshallplan für Griechenland zu erstellen.

Die erzkonservativen Republikaner der USA sagen unumwunden die Wahrheit, sie wollen keine Steuererhöhungen für Reiche oder Steuersenkungen für Beschäftigte, keine gesetzlichen Krankenkassen, keine Mindestlöhne - nur opponieren. Ihr Spritzenkandidat Romney zahlt als mehrfacher Millionär 15 % Steuern, worüber selbst Republikaner entsetzt waren, einen niedrigeren Steuersatz als seine Sekretärin oder der Arbeiter.
Der Kapitalismus wird von einer großen Mehrheit der Deutschen unmittelbar mit dem Begriff der Ausbeutung in Verbindung gebracht. Es werden zu große Einkommensunterschiede und unsichere Arbeitsverhältnisse kritisiert und der Kapitalismus nicht mehr für zeitgemäß bezeichnet. Wem der Staat die Anhäufung großer Vermögen erleichtert, auch durch Bildung und Ausbildung, der sollte seiner Verantwortung gegenüber den Mitmenschen gerecht werden. Die Schweiz ist uns einen Schritt voraus und wird die Vermögenssteuer, dank eines Bürgerreferendums, wieder einführen. Danach werden 20 Prozent Vermögenssteuern auf Vermögen ab 2 Millionen Euro fällig, es sind 80.000 Schweizer betroffen. Zwei Drittel der Steuereinnahmen fließen demnach in Rentenrückstellungen.

„Wir Deutschen sind auch nicht besser als Griechen, Portugiesen oder Spanier. Ein Rentensystem, dem kaum noch einer traut, Beamtenpensionen, von denen niemand weiß, wie sie in der Zukunft bezahlt werden sollen, ein Steuersystem, das so aussieht, als hätten erfahrene Hinterzieher es sich ausgedacht, und vor allem ein Schuldenberg, der irgendwann ins Rutschen gerät und alles unter sich begräbt (Zitat)“. Unsere Straßen sind in dem gleichen beklagenswerten Zustand wie unsere Beschäftigten, die in den Lohnzuwächsen an letzter Stelle in der EU liegen. Die Misere kann noch so groß sein, die Kanzlerin rutsch im Beliebtheits-Ranking immer weiter nach oben.

Die Initiative Agenda 2011 – 2012 stellt „das größte Sanierungsprogramm aller Zeiten“ zur Diskussion, wohl wissend, dass es keine Alternativen gibt. Wir können ohne Zwang Veränderung bewirken - und das ohne Kompromisse. Oder wir machen es wie die Schweizer, die einer Minderheit das abnimmt was dem Volke gehört.


Mit freundlichem Gruß
Ihr Dieter Neumann und DER Allrounder


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